Die Anfangsphase ließ keinen Zweifel daran, wer das Spiel kontrollieren würde: Spitzenreiter Eichholz startete mit enormem Tempo und setzte die SG FELS früh unter Druck. Die Gäste wirkten dagegen noch nicht richtig wach, was sich schnell rächte – zwei schnelle Treffer sorgten früh für klare Verhältnisse. Trainer Sascha Blanke räumte später ein, dass sogar ein noch deutlicherer Rückstand zu diesem Zeitpunkt möglich gewesen wäre.
Doch dann setzte Nico Rellin ein echtes Highlight: Aus rund 30 Metern fasste er sich ein Herz und überraschte den Torwart mit einem sehenswerten Lupfer – nur noch 1:2. Dieser Treffer gab FELS spürbar Auftrieb. In der Folge übernahm die Mannschaft mehr und mehr die Kontrolle, auch wenn zwingende Torchancen weiterhin Mangelware blieben.
Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es dann turbulent. Zunächst stellte Eichholz per Elfmeter auf 3:1. Wenig später dann eine Szene, die für viel Diskussion sorgte: Rellin traf erneut, doch der Ball soll laut Blanke klar hinter der Linie gewesen sein, bevor ein Verteidiger klären konnte – der Treffer wurde jedoch nicht gegeben. Stattdessen lief der direkte Konter, bei dem ein Eichholzer Angreifer aus Sicht von FELS klar im Abseits stand und auf 4:1 erhöhte. Für Blanke war das der Wendepunkt der Partie.
Nach der Pause flachte das Spiel etwas ab. Eichholz behielt die Kontrolle, ohne noch einmal voll aufzudrehen. Dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausfiel, lag vor allem an FELS-Keeper Manuel Reker, der sich mit mehreren starken Paraden auszeichnen konnte. Den Schlusspunkt setzte schließlich das 5:1 in der Schlussphase.
Nach Abpfiff überwog bei FELS jedoch nicht nur die Enttäuschung über das Ergebnis, sondern vor allem der Frust über die Schiedsrichterleistung. Blanke fand deutliche Worte und sprach von einer insgesamt „katastrophalen“ Spielleitung.